Für das heutige Gericht begeben wir uns in den Süden der Republik. Dies ist tatsächlich eine Premiere bei mir, hab ich doch noch nie selber Spätzle gemacht sondern immer fein von meinem Bruder zubereiten lassen (immer sehr lecker!). Wohl auch weil ich normalerweise selber keine Spätzlepresse zur Hand habe. Neulich ist mir aber in einem Supermarkt ein Exemplar in den Einkaufswagen gehüpft. Juhuuu, jetzt kann es endlich losgehen. Aber erstmal weitere Zutaten einkaufen!

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Für drei gute Esser braucht man:
400 Gramm Mehl
4 Eier
Einen halben Teelöffel Salz
125 ml Wasser
Eine Prise Muskatnuss (frisch gerieben)

Zwei Zwiebeln
200 Gramm Emmentaler

Die Zitrone im Hintergrund einfach ignorieren… die lag nur zufällig da rum!

Erstmal alle Zutaten für den Teig, also ohne Zwiebeln und Käse, in eine Rührschüssel geben.

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Diese Zutaten werden mit einem Kochlöffel, einem Handrührgerät oder der Küchenmaschine ein paar Minuten gründlich verrührt bis ein zäher Teig entsteht, der sich aber trotzdem noch gut vom Löffel oder Rührhaken löst.

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Jetzt muss der Teig ein paar Minuten ruhen. Diese Zeit nutzen wir, um einen grossen Topf mit reichlich Wasser (ca. 4 Liter) aufzusetzen und zum Kochen zu bringen. Das Wasser auch schonmal salzen. Den Backofen auf 180 Grad vorheizen. Ausserdem noch eine Auflaufform raussuchen und ein Abtropfsieb bereitstellen in dem die Spätzle abtropfen können.

Jetzt ist auch noch Zeit den Käse zu reiben. Also machen wir das auch noch schnell.

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Nun wirds ernst! Das Wasser ist am kochen also nehmen wir uns unsere Spätzlepresse und befüllen sie mit einer guten Ladung Teig. Hier empiehlt es sich das mit einem Esslöffel zu machen, den man immer wieder in ein Glass Wasser tunkt. So klebt der Teig nicht am Löffel. Ab damit über den Topf und ein paar mal ordentlich drücken. Die Teigfäden plumpsen in den Topf und sinken erstmal beleidigt zu Boden. Aber keine Bange, das Wasser kocht jetzt wieder auf und nach kurzer Zeit schwimmen die fertigen Spätzle oben. Noch ein paar Sekunden weiter kochen lassen und dabei mit einem Kochlöffel etwas bewegen.

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Zeit die Spätzle mit einer Schaumkelle aus dem Wasser zu holen und in einem Sieb kurz abtropfen lassen.

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Schnell wieder die Spätzlepresse befüllen und die nächste Fuhre ins Wasser drücken. Die abgetropften Spätzle kommen derweil in die gebutterte Auflaufform und werden mit ein wenig Käse bestreut und in den Backofen gestellt. Hier aber bitte nicht zuviel Käse nehmen!!! Der meiste Käse soll hinterher auf die oberste Schicht Spätzle. Doof wenn man dann keinen mehr hat.

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Die Zwiebeln in dünne Scheiben schneiden und nebenher in einer Pfanne in Butter langsam und schön goldbraun ausbraten.

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Mittlerweile dürfte man den gesamten Spätzleteig verbraucht haben und nebenher seine Küche schön eingesaut haben. Bei mir hat die angegebene Teigmenge für drei Fuhren gereicht. Die letzte abgetropfte Spätzleportion auch in die Auflaufform geben, den restlichen Käse drüber und im Backofen noch alles für ca. 5 Minuten verschmelzen lassen.

Serviert wird das ganze in dem man die Spätzle schön auf einem Teller anrichtet und die Röstzwiebeln darüber gibt. Dazu passt wunderbar ein frischer Salat (den ich irgendwie vergessen habe).

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Viel Spass beim Nachkochen… und saut eure Küchen nicht so ein 😉

Man bin ich jetzt satt!!!!

Na, habt ihr euch auch gestern abend das TV-Duell zwischen Angela Merkel und Frank Walter Steinmeier angetan? Ich musste natürlich auch mal reingucken. Und hier kommt nun mein ganz persönliches Ranking:

Eindeutiger Sieger ist… das ZDF!!!! Wenn man als Hardcorezapper (ich bekenne mich dazu) mal zwischen den einzelnen Sender die das Duell ausstrahlten hin- und hergezappt hat, hat man schnell gemerkt dass das ZDF den anderen Sender (ARD, SAT1, RTL) immer einen Tick voraus war. So ca. zwei Sekunden. Respekt.

Eindeutige Verlierer waren die vier Moderatoren. Insbesondere Peter Limbourgh hat ganz entsetzlich genervt, weil er es einfach nicht geschafft hat Merkel oder Steini mal nicht ins Wort zu fallen. Einfach nur ätzend. Der Rest der Bande war auch nicht viel besser.

Merkel und Steinmeier? Ja, die waren auch da, aber haben nicht weiter gestört. Irgendwie waren beide zu sehr darauf bedacht sich nicht gegenseitig weh zu tun. Nicht das gegenseitig wehtun sinnvoll wäre, aber ein bisschen mehr „Duell“ hätte ich mir schon gewünscht. So aber hat man halt das gleiche gehört was einem die Wochen vorher eh schon aus den Ohren gequollen ist. Und so bin ich dann irgendwann doch beim „Perfekten Promidinner“ gelandet und durfte bestaunen was Margarethe Schreinemakers doch für ein gewaltiges Anwesen bewohnt! The Hammer. Wer da gewonnen hat weiss ich allerdings auch nicht (war zu müde).

Gerüchten zufolge sollen sich in den Maisfeldern, die meinen Heimatort umgeben, zahlreiche Wildschweinrotten herumtreiben. Grund genug für mich sich die Sache mal etwas genauer anzusehen.

Werde ich meinen Urlaub tatsächlich geniessen können, oder werde ich vorher von einer durchgeknallten Riesenwildsau in Fetzen gerissen? Drückt mir die Daumen!

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